Singapore November 2014

Der 12. Aufenthalt

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Introduktion

Montag, 04.11.2013

Nur noch knappe vier Wochen u ab geht es in die Lüfte. Riesengroße Vorfreude! Ticket von Singapore Airlines liegt bereit, drei Piloten aber nur zwei Triebwerke...

   Muc-SIA

Soeben noch - völlig umstandsfrei - die Reisedauer um ein paar Tage verlängert! Also drei volle Wochen vor Ort! Nun sind es sage u schreibe vier Unterkünfte in den verschiedensten Gegenden (Tanjong Pagar-Chinatown, Katong-Muslimgegend, Tanglin-Ausläufer Singapore River u Orchard-Zentrum) dieser faszinierenden Stadt. Pläne existieren zuhauf, schließlich wurde in Singapur nicht selten einiges Aussergewoehnliche gerade dann fertiggestellt, eröffnet, wenn ich mich Richtung Heimat auf den Weg machte. Wird wohl reine Absicht sein, so steht von vornherein fest: ich muß bald einmal wiederkommen. Habe innerhalb von 10 Jahren so viel Wesentliches entsehen sehen, das verbindet. Mehrtägige Trips in umliegende Länder stehen nicht mehr auf dem Programm, erfahrungsgemäß wird man mit Natur, Kultur, Stadtleben, Weihnachtlichem über die Maßen beschäftigt sein u mit einigem (Zeit)Glück Tagesausflüge nach Johor Bahru (Süd-Malaysia), sowie zu den südlich gelegenen indonesischen lnseln Batam u. Bintan unternehmen können. Nach div. Aufenthalten zu Chinesisch Neujahr, dem bedeutendsten Fest auf der Insel, einigen Malen Deepavali, Lichterfest der Inder, nun wieder Weihnachten unter Palmen. Selbst Jahresabschlußfeste u. -feiern mancher Universitäten, vieler Schulen werden öffentlich, festlich begangen, ausgezeichnete Medien halten den Interessenten pausenlos auf dem Laufenden. Ganz besonderes Augenmerk gilt der jährlich wechselnden, wunderbaren Weihnachtsbeleuchtung in der gesamten Innenstadt, die stets mit einem entsprechenden "Light up" Ende November festlich eröffnet wird. Hilfe, schon wieder alles blau/weiß/eiskalt, schon klar, in heißer Gegend ein Hit, in Rot dagegen war alles soo wunderschön... Dafür glänzt Changi Airport als buntes Weihnachtswunderland! Und sie beschenken sich u uns - in rekordverdächtiger Entstehungszeit - mit der Eröffnung der neuen Metro Downtown Linie, auch hier darf man sich über ein entsprechendes Fest freuen, alles dort vorab genauestens besichtigen.

  

 

Schlimmste Dengue Epedemie seit Jahren, dicker Monsun u einiges Lesenswerte

Montag, 04.11.2013

Die Vorzeichen stehen auf Sturm. Beachtliche Wassermassen finden sich auf einigen Singaporer Strassen, gegen den Klimawandel kommen alle Bemühungen der Stadt nicht an. Na prima, dicker Monsun hatte mir schon mal einiges "verhagelt".

Und nun Dengue, ich hielt das Schlimmste längst für überwunden. Fehlanzeige, akuter denn je, weitet sich zur Epedemie aus, seit Jahren laufende, unendliche Bemühungen des Staates zur Eliminierung zeigen offensichtlich keine Wirkung . 



Via Google Alert täglich Neues. Klasse Artikel im Moment v. Prof. Gutting: "Expat-Paradies mit begrenztem Zutritt?" Brisantes, selbst miterlebtes Thema vom Febr. d.J.Und ein neues Buch: "Ein Jahr in Singapur", Herder Verlag, lese derartiges immer wieder gern, würde es ja am liebsten selbst so halten wollen....

Von nun an wieder tgl. Blicke in die hochinformative "Straits Times" u auf die ebenso interessante Facebookseite von Ministerpraesident Lee Hsien Loong, was er eroeffnet oder besucht ist oft auch fuer andere bedeutungsvoll, touristenabgewandt.

Vorbereitungen

Mittwoch, 06.11.2013

Langwierige Bemuehungen zur Erlaubnis des Besuchs einer Sitzung im Parliament, Ausnahmeregelung?

South Islands of Singapore - Palau Semankau

Auch kompliziert: Zugang zu Palau Semankau, der in Fachkreisen weltweit beachteten "Muell-Insel" die jahrzehntelang nicht zu betreten war u nun einzigartige Naturschauspiele ermoeglicht.

Dagegen scheint zumindestens Sungei Buloh (Chinese: 双溪布洛湿地保护区) gesichert. Heigermoser, der außerordentliche Siemensianer aus München, längst anerkannter Biologe, Experte u. Führer auf der Insel, verspricht gerade Spezielles zum 20. Geburtstag des wunderbaren Naturreservates, äußerster Nordwesten, im Dezember! Zur rechten Zeit anzureisen gleicht, in vieler Hinsicht, der Wahrscheinlichkeit eines mittlern Lottogewinnes u. wird entsprechend bejubelt.

Sungei Buloh Wetland Reserve


Chaqa, das Gesamtkunstwerk, verläßt Singapore!

Freitag, 08.11.2013

Chaqa verläßt Singapore u seine "Gemeinde" weint. Dieses "Gesamtkunstwerk": Gay mit indonesischen u arabischen Wurzeln, Transvestit in Köln u seit vielen Jahren Visagist in seiner Heimatstadt Singapore, aber auch - und das mit viel Herzblut - einfühlsamer Führer der ganz anderen Art zu manchen außergewöhnlichen Punkten der Insel, die man ohne ihn nie erreichen würde. Sein Witz u Wissen sind legendär, ich verpasse ihn um wenige Tage, er macht seine "Drohung" war: Melbourne....  

Ihr habt mir Mitbringsel vom Aldi und DM gebracht. Ich habe nun genug Studentenfutter, grünen Vanilletee und Alnatura- Dinkelkekse, um ganz Afrika satt zu machen. Danke auch für das Sauerkraut, Eure selbstgemachten Quiches und Kuchen, mit denen Ihr mich gefüttert habt. Und dann musste ich mit einigen von Euch zum Zumba gehen, um all die Kalorien wieder wegzubrennen. Euer Trinkgeld habe ich fleißig in meiner Botox-Spardose gesammelt: Melbourne wird einen faltenfreien Chaqa zu sehen bekommen.

Am 11.11. um 11 Uhr 11 haben wir zum Klang von Radio Köln mit Berliner Ballen und Prosecco den Kölschen Karneval eröffnet. Das ist zur festen Tradition im Salon geworden – ich hoffe, ihr werdetdiese Sitte auch ohne mich weiterführen und dabei an mich denken!

Ein besonderer Dank gilt dem Deutschen Haus! Danke, dass ich seinen Gästen meine Heimatstadt zeigen durfte. Und vielen Dank auch an alle von euch, deren Schwiegereltern ich durch Singapur führen durfte, damit ihr sie für eine Weile aus dem Haus hattet.

„Auf Wiedersehen, ihr alle, und frohe Weihnachten!   Hugs the way only I can do it

Euer Chaqa“ 

Er wird mir „von weitweg aus“ helfen, mein „Senioren-Projekt“ zu verwirklichen!

 

 


 

Tsunami u Taifun

Mittwoch, 13.11.2013

Großes Entsetzen angesichts des grauenhaften Taifuns u seine noch immer nicht zu überblickenden Folgen auf den Philippinen. Schnöde Zahlen, weit weg? In Singapur kann man sie jeden Sonntag sehen, die philippinischen Maids, die sich fröhlich schwatzend auf der Orchard Rd. treffen, lachen, tanzen. Vieles habe ich von ihnen gehört, über die schlimme Armut im eigenen Land, oft unhaltbaren  Arbeitsbedingungen bei chinesischen Familien u der steten Sorge um Angehörige daheim. Und nun diese unfaßbare Katastrophe! - Vor 9 Jahren bin ich dem Tsunami auf Sri Lanka nur durch Zufall entkommen, das damalige Ziel - Galle - wurde schwer heimgesucht, Tote ohne Ende, "mein" Hotel dem Boden gleichgemacht... Auf den nächsten großen Tsunami warten die Wissenschaftler längst. Singapur ist für sehr vieles ein sicherer Hafen! - Unvergessen allerdings der unglaubliche Smogalarm (Haze) vom Juni d.J., als durch gewaltige Brandrodungen im benachbarten Sumatra unvorstellbare, undurchsichtige Giftschwaden die Insel überzogen, sich diese Umweltkatastrophe bis nach Thailand hineinzog. Das öffentliche Leben erstarb, Gasmasken waren der Renner, Apokalypse. Die Welt vergißt schnell...

Parlaments Sitzung "erkämpft"

Dienstag, 19.11.2013

Hurra, war schwierig, aber geschafft, Besuch einer Parlamentssitzung, ohne Gruppe eigentlich nicht möglich, nun doch, am Freitag den13.12.13 um 13h, heute zugesagt bekommen. Dicker Datenabgleich, egal, ich freue mich riesig! Wer weiß, noch andere Besonderheiten könnten folgen.

Singapur - die große Unbekannte...

Samstag, 23.11.2013

Mich amüsiert´s, höre ich doch zunehmend von vielen Seiten einzig u. allein: "Singapur, ist das nicht die klinisch reine, langweilige Gegend, Kaugummispucken verboten, noch immer Todesstrafen (nicht dafür) im Gesetz?" Im Höchstfall hat man einiges über das spektakuläre „Marina Bay Sands“ vernommen.

Zur allgemeinen Beruhigung, selbst die theoretisch noch immer bestehende Todesstrafen Androhung wurde im Moment eliminiert, sie galt ohnehin nur Drogenkurieren. Drogenprobleme existieren in steigendem Maße, wird längst öffentlich diskutiert. Immer noch angewandt: Stockschläge (unter ärztlicher Aufsicht!) für Graffiti usw. Geld- u. andere Strafen für vieles, ich find´s prima, keiner spuckt auf der Straße, keiner raucht in der Öffentlichkeit, keiner ißt in öffentlichen Verkehrsmitteln u auf Bahnhöfen. Ja, es ist sauber, wenn ich nach Hause zurückkomme, bin ich erst einmal über den Schmutz u. vieles andere bei uns entsetzt. Das Prinzip Singapur, im Land selbst schon einigermaßen aufgeweicht, wäre in so vielerlei Hinsicht als Modell weltweit zu empfehlen.

Ihre Probleme gleichen gelegentlich unseren: die Jugend verweigert sich ihren „Fortpflanzungspflichten“, immer mehr Ausländer müssen zur Beibehaltung des Lebensstandards ins Land geholt werden, das hat leichte (verständliche) Ausländer“feindlichkeit“ zur Folge, die man als „alter Hase“ durchaus bemerken kann. Aber wohin nur mit den vielen „Neuzugängen“, die Insel ist schwierig erweiterbar…? Die zur Verfügung stehende Fläche gleicht etwa der Hamburgs. Von den aktuell ca. 5,2 Mill. Zweibeinern sind dem Vernehmen nach 2 Mill. Einwohner Ausländer, entweder Permanent Residenten oder andere (non residents), da wird fein unterschieden, ein weites Themenfeld. "Gastarbeiter" sind hier vor allem auch überaus gut verdienende "Westler" in anspruchsvollen Berufsfeldern, auf Zeit auf der Insel tätig. Wieviele "Heros", indische u. Bauarbeiter aus diesen Nachbarländern ständig vor Ort sind, weiß ich im Moment nicht genau. Ihnen verdankt der Stadtstaat einen hohen Anteil seines Wohlstandes. Man sieht sie rund um die Uhr werkeln, dank ihres immensen Einsatzes, bei stetig brütender Hitze, kann u. konnte der rasante Aufbau überhaupt erst in Angriff genommen werden. Sie fühlen sich dennoch wie im Schlaraffenland angekommen, nirgendwo sonst (schlimmes Negativbeispiel Dubai) arbeiten sie unter derart vorbildlichen Bedingungen.


Je häufiger ich meine „2.Heimat“ ansteuere, umso zeitraubender die Vorbereitungen für „Ecken“, Institutionen, die die meisten kaum kennen dürften, die z.T. auch für mich noch zum „Neuland“ gehören. Einzelreisende sind in Asien eher unbekannt, so gestaltet sich "gruppenfern" um einiges komplizierter.

Was sehen nun die Highlights der Insel aus? Zuerst einmal das absolut friedliche Völkergemisch aus einheimischen Chinesen, Malaien, Indern, den vielen Expats-„Westlern“ aus aller Herren Ländern. Globalisierung in ihrer schönsten Form! Sie sind auch Weltmeister im Feiern, alle Volksgruppen kommen zum Zug, so viele bunte, interessante Feiertage u. Feste rund ums Jahr!

Über´s Thema „Schlaraffenland“ wäre tagelang zu erzählen, man muß seine umwerfende Vielfalt, in jede Richtung, einfach selbst erleben, kaum erklärbar.

Thema „City in the Garden”. Ebenfalls kaum vermittelbar, was in dieser Hinsicht in weltweit unerreichter Art u. Weise erlebbar ist, auch ein dreiwöchiger Aufenthalt wird für umfassende Erkundung niemals ausreichen. Erholungssuchende finden vielerlei Möglichkeiten des Strandurlaubs vor, entsprechende Spitzenhotels auf Sentosa sind – für viele überraschend – bester Beweis dafür. Wer seine Wanderschuhe nicht vergessen hat, Dschungel u. andere Wanderwege existieren zuhauf, gute Kondition bezüglich Treibhausgegebenheiten ist allerdings Voraussetzung, Mücken"gift" ebenfalls. Schon klar, auch der stets preisgekrönte Zoo feiert Geburtstag, seinen 40., Hilfe, jedes Wochenende im Dezember Besonderheiten ohne Ende.

Kultur: Auch in dieser Hinsicht kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Esplanade, die „Wunderdurian“ dürfte in Aussehen, Inhalt, Qualität u. Vielseitigkeit in Asien eine Spitzenstellung einnehmen, ihr stets ausufernderes Programm, auf vielen Innen- u. Außenbühnen, für jeglichen Geschmack etwas dabei, hält den Interessenten ständig auf Trab. Bühnen u. Museen vervielfältigen sich darüber hinaus unablässig.

Architektur: Nicht nur Fachleute aus aller Welt strömen heute auf die entfernte Insel, gibt es doch kaum anderswo derart viele, liebevoll gepflegte koloniale Architektur zu bestaunen. Daneben Moderne vom Allerfeinsten, das Thema „Hängende Gärten“ kann leider nur in tropischen Gegenden derart spektakulär umgesetzt werden, es entsteht pausenlos Atemberaubendes. Den indischen Heros sei Dank.

Transport: Auch in dieser Hinsicht haben sie die Nase ganz weit vorn. In rasender Schnelligkeit wird das schon heute perfekt wirkende Netz an Bahnen u. Bussen inselumspannend erweitert, wer den Beweis erleben möchte, auf welch absterbendem Ast sich das „gute, alte Europa“ befindet, nicht nur in Singapur erhält er laufend entsprechende Lektionen in vielerlei Hinsicht… Ausgerechnet diesen bröckelnden Erdteil liebe ich über die Maßen, wollen wir mal vom wenig geschätzten Winter absehen.

 

 

 

Thailand schlittert ins nächste Chaos

Samstag, 30.11.2013

...könnte einem ja absolut egal sein, nur kommen die Erinnerungen zurück, als man 2008 in Singpur festsaß, der Airport Bangkok viele Tage lang belagert, stillgelegt! Von einer Weiterreise nach Thailand keine Rede sein konnte u. niemand wußte, wann u. wie für all die Gestrandeten von Singapur aus die Heimreise zu bewerkstelligen sein würde. Reguläre Maschinen sind in der Regel völlig ausgebucht. Nervenzerfetzende Tage also damals, die einem die gesamte Reise durchaus vermieste... Sieht wieder sehr ähnlich aus.

Halbe Ewigkeit scheint es her zu sein, eine handvoll Jahre in Wirklichkeit, als der Koenig noch gottgleich verehrt wurde, sein Wort hatte Gewicht. Was für traumhaft schöne Zeremonien konnte ich erleben. Heute zun bedauernswerten, fast stummer Greis mutiert. Nein, ein "Land des Lächelns" ist Thailand nie wirklich gewesen...


Stress lass nach

Dienstag, 03.12.2013

Endlich alles in die Reihe gebracht, Anfangsstress mit Kinga, der neuen Untermieterin aus Budapest, endlich alles im grünen Bereich, sie ist reizend u. hoffentlich auch zuverlässig...

Abschiedstour durchs Haus u. auch virtuell, Koffer ebenfalls startklar, zwei Fotoapparate, ein Videogerät, Smartphone, Tablet, Netbook, Kabelsalat, hört sich grauenhaft an, wird benötigt (wie konnte man eigentlich früher überleben?). Leider keinen Adventskranz mehr gefunden, der bei 30 erlaubten kg möglich wäre. Internet-Checkin erledigt, Singapore Airlines hat tatsächlich Platz für mich, am Fenster. Eben lese ich, Lufthansa fliegt ebenfalls wieder nonstop ab Muc, leider erst ab Juni, Schnarchnasen, dämliche Aussetzung der Strecke für viele Monate.

Und sie warten schon, Tigermücken = Dengue, wird scheinbar immer noch schlimmer, tolle Aussichten... Erwartet, wenn auch ungefährlicher, werde ich von allen vier Gastgebern, die sich recht flexibel zeigen, nicht ganz einfach, sämtliche Zeiten meines Erscheinens von hier aus schon festzuzurren. Falls meine Entdeckerfreude nach der Landung in Changi - 7:50h - nach 12stündigem Flug, 11.000 km, noch einigermaßen vorhanden ist, will ich mir den wunderbaren Flughafen mal in aller Ruhe von allen Seiten ansehen, also vor allem die Transitbereiche der drei Terminals, durch Monorails "drinnen u. draußen" miteinander verbunden, wo sich die verschiedenen Gärten u. manch anderes Sehenswerte befindet. Rückflüge starten stets um Mitternacht, also muß es gleich sein, ob mein Köfferlein so lange auf mich warten wird, sei dahingestellt.

Angekommen

Donnerstag, 05.12.2013

Singapore Airways schickt altes Gerät u mich wieder mal direkt über die Tragflächen. Dafür sind sie absolut effektiv u pünktlich auf die Minute. Schwarzes Meer, Kaspisches Meer ohnehin in Dunkelheit, Öl- u Gasabfackelung leuchten gespenstisch, Afghanistan, Indien endlos ueberflogen, schwarze Nacht. Werde nur noch Tagfluege buchen. Changis feines Terminal 3 am Vormittag fast leer, nur Butterfly u Koi Garden besichtigt, hatte Bedenken wg des allzulang herrenlosen Koffers... Welcome mit Süßigkeiten an der Immigration, immer wieder schönste Taxifahrt in die Stadt, unter uaralten Raintrees, blumengesaeumt. Vom Driver guter Exkurs bezüglich Aussterben des Hokkien Dialektes erhalten.    

Eislaufbahn am Münchner Flughafen   Platz genug Nix los Roller mit KofferKapselhotel am Flughafen Die olle Mühle Singapore Girls Endlich da   Schmeterlingsgarten Terminal 3 Rain Trees

Und ich wohne 5 Nächte in Tanjong Pagar, wie für mich gemacht. Die französische Caroline ist nettes Schlamperlieschen u Wirbelwind, egal, mitten im besten Chinesischen Viertel, no Tourists. So eine Mischung gibt es sicher nicht mehr lange: Büros,  normale Hotels, HDB (renovierte Sozialbauten), Superblick v 16. Stock (von 26) auf Tempel, Shophouses. Daneben winzige Marktstaende, Schuster mit "Strassenwerkstatt", Ambulatorien, Supermärkte, gigantische Anzahl von Garkuechen bis hin zu feinen Spezialitätenlokalen. Beim abendlichen Bummel durchs benachbarte Duxton Hill, wohl früher mal eher zwielichtige Gegend, muß jeder einfach begeistert sein vom heutigen Anblick. Farbenpracht der fein restaurierten Shophouses, die mittlerweile sämtlichst witzig designete Lokale beinhalten, kleine, aber feine Läden. Hier ist abends stets fröhliches Leben anzutreffen, vor allem die gut verdienenden "Weißen" genießen ihren Feierabend bei allerlei Köstlichkeiten. Ein paar altehrwürdige Clanhouses der chinesischen Community sind ebenfalls noch vorhanden.

Clanhouse and The Pinnacle mit Wanderweg    Haifischflossen ja wo reiten sie denn? Die   Singapore RiverMIt lebender Wand

The Fullerton Museum

Ehemals Rathaus - demnächst Pinakothek was wächst denn da? Essen für 2 € Foodcourt immer offen Obst mundgerecht vorbereitet Alles wird laufend überprüft Glasierte, gebratene Fleischscheiben Duxton bei Nacht Blick aus dem Wohnzimmer Praktische Lüftungsgittertür Frühgymnastik vor der Haustür Mit der richtigen Creditcard kann man sparen superschmal u hoch Videoüberwachung pur Neuer Skyscraper Altmodische Trocknung

Busse u Bahn fast vor der Tür. 7 Std Zeitunterschied sind ungemütlich,  ich rechne nicht mehr nach, ob schon seit 30 Std. wach oder noch viel  länger, einfach umgehend nach der hiesigen Zeit leben, ist der Tote Punkt erst einmal ueberwunden, geht's erstaunlich gut. Fuer Äquator Verhältnisse beinahe kühl, keine 30 Grad. In Malaysia dickes Hochwasser, hier alles ok. Wohne im gelben Dengue Bereich, kommen die dann nur halbtags, stramm durchgezählt?

Der allgegenwärtige Feind

Der erste Tag ist immer teuer. Taxi, Chipcard für die Bahn, Simcard fürs Smartphone. Gleich ins Esplanade geeilt, in der Weinachtszeit ist dort fast nichts gratis, im Gegenteil, für Senioren allerdings 20% Ermäßigung!  Schonmal drei Aufführungen gesichert, alles gut gebucht, obwohl die meisten "Westler" nach Hause fliegen u die anderen die Feiertage oft für Urlaub nutzen. Fotos heute bestimmt nicht mehr...

Esplanade Theatre on the Bay Für Ticketinhaber verbilligte Restaurantpreise

Neue Singapore Mobilnummer: 0065 84772939. 


Akku wieder aufgeladen

Freitag, 06.12.2013

Vogelgezwitscher weckt bei offenem (!) Fenster, viel Grün rundum, der Himmel zeigt zu jeder Tageszeit erstaunliche Farbspiele, Mit Monsungüssen ist stets zu rechnen. - Hausbesonderheiten: Die Gänge auf den Stockwerken sind sämtlichst fensterlos, Luftzug ersetzt Klimaanlage. Wohnungseingänge ziert eine schöne, massive Metallgittertüre, so fegt bei Bedarf das Lüftchen auch mit durchs Apartment. Genial.

 Der stets gut gelaunte

Wieso habe ich keinen Kilometerzähler dabei, bin gestern endlos herummarschiert. Duxton u Tanjong Pagar sind hügelig, kleine Parkoasen, Schon in aller Frühe lassen sich manche bei ihren morgendlichen Tai Chi Übungen beobachten, zeitlupenartig. Toller Ausblick von oben auch auf Tempel u. "Pinnacle" das Superhaus.

Jetzt suche ich mir eine chinesische Frühstücksmöglichkeit, ihre Nudelsuppen sind legendär.Niemals werde ich begreifen können, es ständig faszinierend finden, wieviele gefühlte Millionen Futterkrippen diese Stadt bereithält. Selbst in dieser Wohnanlage finde ich noch immer Unbekanntes in dieser Richtung, jedes Geschäftshaus beherbergt Lokale oder Verkaufsstellen, Krankenhäuser, Metrobahnhöfe, an, unter, neben den Strassen ebenfalls, von Malls, Museen usw. gar nicht zu reden. Wieso gibt es übersortierte Supermärkte, wenn doch jeder draußen ißt? Mein Frühstückcafe bot über 30 verschiedene brötchenähnliche Gebilde an, frisch, duftend, viele Sorten davon mir bislang unbekannt.

Gibt´s an jeder Ecke, solche Futterkrippen

Wohin die Schritte lenken? Hab´ ja alle Zeit der Welt, prima. Denkste. Mit Esplanade Programm in Händen u. dem ausgiebigen Blick in die feine Straits Times wird klar, an empfehlenswerten Terminen herrscht kein Mangel, im Gegenteil. "Außentermine" sind absolut wetterabhängig, Petrus behält bestimmt seine nassen Nachmittagsregengewohnheit bei. Der erste mir begegnete Bus fuhr Richtung Sentosa, also auf dorthin. Bißchen ans Meer endlich wieder, nicht zu verachten. Mich amüsiert´s, in ihrem Verbesserungs- u. Verschönerungseifer bleibt nichts außen vor, große Staatsgründungsfeier erst Mitte 2015, bis dahin kommt jede Ecke auf den Prüfstand. Perfektes noch perfekter? Wilde Wolkengebirge verheißen nichts Gemütliches, Palmen biegen sich im Sturm, sieht toll aus. Auch, daß die auf Reede liegenden Frachter immer näher kommen, man meint glatt, sie hätten sich "verfahren". Der riesige Christbaum im "Shangri La", mit deren Hotelbus ich stets zur Stadt zurückfahre, war erstaunlicherweise wirklich echt.

Paulaner Brauhaus Reklame Glühwein bei 35° Feuertopf mit echter Flamme Weihnachtsbaum Vivo City Seilbahn nach Sentosa Blick auf Reflections on Keppel Bay Universal Studios Merlion Sentosa-Wetter Shangri La Badehotel auf Sentosa    

Kreuzfahrtschiffe sind ins neue Cruisecenter umgezogen, so sieht Harbour Front sehr leer aus. Boardwalk nach Sentosa nutzt kaum einer. Auf der kleinen Insel selbst passiert gerade wieder einiges Neue. Mir war die "einfache" Variante vor vielen Jahren sehr lieb. Aus Sicht der Tourismus Fuzzis kann man die immer noch anhaltende Neugestaltung als gelungen bezeichnen. Gelddruckmaschine im Hinblick auf nahe u. ferne asiatische Gäste. "Vivocity", die feine, ungeheuer vielseitige Harbourfrontmall feierte soeben ihren 7. Geburtstag, auf der Dachgartenbühne finden noch 2 Tage lang gratis Aufführungen statt. Daneben "Foodrepublic", einer der ganz wunderbaren, ausurfernden Foodcourts, wo allein Betrachten des Schlemmerangebotes eine Wonne für sich darstellt.

Keine asiatische Erfindung, heute überall zu haben

Das freitägliche Lunchkonzert im "Asian Civilisationsmuseum" natürlich versäumt, zum Glück nicht die Sonderausstellung "Volkskunst aus Java", die morgen zu Ende geht, daneben Präsentation von Neuerwerbungen. Mein Lieblingsmuseum im kolonialen Viertel!

Asian Civilisationsmuseum

Kurz die Füße hoch, dann geht´s schon wieder weiter. "Darkness in light" im "Esplanade", eine finnische Uraufführung, die gesamte Botschaft war vertreten, mal wieder, Klasse Violinsolist u. natürlich auch etwas "Schönes" für´s Ohr, Sibelius, wie könnte es sonst auch anders sein. Das Singapore Symphonieorchester besteht zu 80% aus Chinesen, der Rest Europäer, sie verstehen ihr Handwerk allesamt. Eigentlich komme ich selten mit anderen ins Gespräch, diesmal eine Chinesin mit vielerlei Wohnsitzen, die Furtwängler verehrt u. sogar paar Worte Deutsch zum Besten gab.

Merlion Marina Bay Den kennen wir dochJede Menge Aufführungen Minutengenaue Auskunft Esplanade    

Boat Quay u. Clarke Quay sind längst "Hotspots" geworden, Partymeile, Bombenstimmung bei Nacht am Flußufer. Einzelheiten würden jetzt zu weit führen.Herrlicher ellenlanger Heimweig zu Fuß! Bei Licht besehen bin ich der Meinung, keine Stadt zu kennen, von keiner zu wissen, wo man so viele verschiedene, wunderbar gelegene "Ausgehmeilen" ähnlich finden könnte, lasse mich gern eines Besseren belehren...

Fullerton Hotel Finanzviertel in nächtlicher Schönheit Singapore River Clarke Quay

Bilder gibt es selbstredend schon genügend, keine Zeit mehr, muß den nächsten Tag gedanklich "zusammenklauben".

Tag 3 - heiß, heiß, heiß

Samstag, 07.12.2013

Fluch der Technik, im Moment ist mein Text verschwunden, da kommt Freude auf. Also in Kürze alles noch mal. Der “normale” Stopovertourist macht sich nach "so langer Zeit" schon wieder auf den Weg nach weg, ich hab´ noch gar nicht richtig angefangen…

Wetmarket in Chinatown am falschen Eck gesucht, dafür durch Zufall auf die Eröffnung der neuen "Downtown" Linie der Schnellbahn gestoßen, längst vergessen. Die Events nicht unbedingt nach meinem Geschmack, bißchen umgesehen u. weg. Sie machen aus allem ein Fest, auf allen sieben neuen Stationen gleichzeitig. 

  Peoples Park Complex, das legendäre Ding Markt im UG, Schuhmacher wie anno dunnemal  Old Chinatown Metro Teileröffnung Die Rentnerband Die neuen, schmalen Waggons lustig gestalteter Sondersitz Marina Bay-The Sail, kurzzeitiger Wohnsitz 2013 52.Etage! Pool u Garten 7 Etage Älterer Teil des Bankenviertels, abends fein illuminiert, Wunschbälle Marina Bay Esplanade on the Bay u Swisshotel The Stamford

“Gardens by the bay” hieß das nächste Ziel, längst Berühmtheit erlangt, aus vielerlei Gründen, in youtube nachzusehen.  Der Park, auf Neuland, wuchert, grünt u. blüht nach allen Regeln der Kunst. Den Weg hinein sollte man finden, nicht ganz einfach. Auf hochgelegener Brücke, die witzigerweise über die Lobby des noch berühmteren “Marina Bay Sands Hotels” führt. Draußen “gut geheizt”, wird man tagsüber die Anlage niemals völlig “abgrasen” können. Vor allem technische Gegebenheiten sind für die charakteristischen Metallbäume Grundlage, die längst herrlich “angewuchert” dastehen. Auf höchstgelegenen Stegen darf man entlangschlendern u. die Aussicht genießen. Zum Glück sind die kühlen (danke) Glashäuser nicht weit, auch sie Besonderheiten. Hier gedeihen nur Pflanzen aus unseren Breiten, heftig bestaunt von Südasiaten, die noch nie Salat, Kohl, Tomaten, Rosen usw. wachsen sahen. Ich erfreue mich lieber an Palmen u. Orangenbäumen, werde den überteuerten Eintritt nicht noch einmal locker machen. Wie überall in der Stadt, so gibt es auch hier sehr gut gemachte, lehrreiche Filme, interaktive Spielereien u. mehr. Abends bin ich niemals dortgewesen, Bilder zeigen fantastische Beleuchtung, kommt schon noch.

Marina Bay Sands - der schöne Rücken Weg zu den Gardens führt über die riesige Lobby Die futuristisch wirkenden Stahlbäume Mit noch futuristisch anmutendem Kaltgewächshaus Überall Wasserläufe Und nette Pflanzen Der fürsorgliche Staat Eingewachsener Metallbaumstamm Tolle Brücke hoch oben  Eines der beiden Gewächshäuser von innen mit Brücke   Schwindelfrei muß er seinGroße Anlage ums Riesenrad herum, Zielgerade des Formel 1 Nachtrennens Wunderbare Palmenvielfalt Sündteurer Import aus Griechenland Kuschelweich u echt Christsterne aller Orten, auch echt Kohl, Salat, Paprika, Tomaten, Sensation für locals, zu sehen, wie sowas wächst

Orchard Road, nicht nur die ultimative Einkaufsmeile mit 15 riesigen Malls nebeneinander, dürfte das einzige Ziel mancher Reisender sein, irgendwann kommt jeder mal vorbei. Samstagnachmittag steppt der Bär! Wer per Metro anlandet, findet sich gelegentlich im 4. UG irgendwo wieder, wie das Kaufhaus heißt, keine Ahnung, ist wohl auch egal. Ist es nicht, ich fand einen überaus preiswerten Susi “Laden” mit herrlicher Auswahl, die hierzulande so nicht aufzutreiben wäre, also wäre der Weg zurück kein Fehler, demnächst. Die Malls sind riesig, beinhalten viel Spezielles, das meiste davon bleibt unendeckt. Am Wochenende bilden sich vor der unglaublichen Anzahl von Lokalen lange Warteschlangen, fein organisiert!

Mövenpick Getier, für Weihnachten fein gemacht   Stimmt schonOrchard Boulevard, die grüne Einkaufsmeile Woher des Weges? Schlangen vor solchen Läden sah nur in Singapur Gegenstück - der altehrwürdige Eismann Auch die Bushaltestelle muß sich Weihnachten anpassen Hotel Marriott noch im chinesischen Stil Teppanyaki, heiße Tischplatte für den Privatkoch

Weihnachtsbäume ueberall in reichen Variationen. “Weihnachtsgetier”, einzig u. allein dazu aufgestellt, um den fotografierwütigen Leuten zu ermöglichen, Vater, Oma, Kind daneben abzulichten. Und auch der Nikolaus muß sich in Geduld üben, Heerscharen von youngsters landen im Minutenabstand auf seinem Schoß, only für Fotos, was sonst?

Kitsch laß nach Schokoladenbaum Zum Knipsen abgelegt... Der begehbare ION Mall Baum In der Hülle schneit es fWie grauenhaft

Am Abend in “Vivocity” Rooftop-Bühne, eine herrliche Show for free erlebt, vor allem der Video Effekte wegen sehenswert, der Inhalt ganz nett. Australische Akteure in Phantasiekostümen, wieso können sie das nicht selbst? Noch eine Runde auf der benachbarten, nächtlichen Insel Sentosa gedreht, die stets wunderbar beleuchtet ist. Bushaltestellen fuer den Heimweg beinhalten jede Menge Tücken. Findet man leicht u. locker den Hinweg, so sorgen überbreite Einbahnstraßenregelungen dafür, oft keine Ahnung zu haben, wo sich die Haltestelle für die Gegenrichtung befindet. Reine Nerven- u. Geduldssache…

Vivo City Festprogramm Baum auf dem DachgartenDer grobe Klotz von Merlion Insel Sentosa  Farbspiele allabendlich Hundertfach vorhanden, sehr geschätzt, abendliche Palmenparade

 

Alles in allem, mit kurzer Unterbrechung, 14 Std. unterwegs gewesen, nehme mir Kürzertreten durchaus vor, Absicht zumindest steht!

Moskitos Freude - es gießt weltuntergangsmäßig

Sonntag, 08.12.2013

Warum nicht mal gemütlich mit der Zeitung frühstücken, die sonntägliche "Straits Times" benötigt viel Muße, alle Zeit der Welt vorhanden!

Festgezurrte Pläne gibt es nicht, heute war schon der erste, für Minuten, ein Flop. Wollte eigentlich in der Kirche vorbeischauen, nicht, weil es sich sonntags so gehört, sondern weil "Cathedral of good of sheperd" auch von der Art her interessant war. Seit kurzem geschlossen, der Renovierungsbedarf sprang schon lang ins Auge. Na, dann wechsle ich eben die Strassenseite u. sehe mir "Chijmes" gründlicher an. Ehemals Kloster mit wunderschönem, terrassenartigem Innenhof, Kirchenprachtstück daneben. Schon lange als feine Ausgehmeile genutzt, abends romantisch anmutendes Ambiente mit einer Vielzahl guter Lokale. Der ehemalige Kirchenraum kann als Eventlocation gemietet werden.

  Chijmes

Es ist nie ein Fehler, sich in der relativ neuen Bibliothek umzusehen, gelungener Bau, ca. 15. Stockwerke, auch hier einige Gärten in luftiger Höhe, wo man sich mit Gedrucktem zurückziehen könnte. Ich traf nie jemanden dort an. Gute Gelegenheit, sich der Aussicht zu widmen, Bekanntes mischt sich - wie stets - mit Neuem. Ansonsten wird diese Institution sehr gut besucht, enthält auch ein Theater u. immer wieder interessante Ausstellungen. Diesmal fesselte mich für einige Zeit die Präsentation “Roots” = Stammbäume. Wunderbar aufbereitet, Herkunft u. Geschichte mancher Singapur Familien, die allesamt “von draußen” kamen, ob nun aus Hainan, Ceylon, der indischen Malabarküste, Penang, Portugal, UK u. vielen anderen Ecken der Welt. Fesselnde Angelegenheit. Daß sämtliche Bibliotheken u. Malls auch sonntags bis spät in die Nacht geöffnet sind, versteht sich von selbst….

  Bibliothek Bugis Mall, Eiskristalle blinken nachts Typische Trockenstangen

In der gegenüberliegenden portugiesischen Kirche, in der ich nie zuvor gewesen, ebenfalls einen späten Blick riskiert. Wunderbar restauriert, gab es nach Ende des Gottesdienstes, der an mir vorbeigegangen war, europäische Kuchen, auch Stollen, Mittagessen für kleines Geld, so ähnlich halten es viel Kirchen auf der Insel, ach ja, Jazz von Senioren dargeboten, gab´s obendrein.

      

Natürlich muß ich in den besonderen Hotels nach dem Rechten sehen, sie sind allesamt herrlich dekoriert, planlos auch hier, nur wenn ich an irgendeinem gerade vorbeikomme. Flagschiff  “Raffles” immer wieder eine Augenweide, auf der schneeweißen Fassade des kolonialen Prachtbaus verfehlen die kunstvoll gestalteten Weihnachtsdekorationen ihre Wirkung nie.

 

Eigentlich stand der altehrwürdige Botanische Garten auf meinem imaginären Zettel, sonntags immer ein besonderes Erlebnis, wenn sich unter Uraltbäumen fein herausgeputzte Besucher zeigen. Petrus war dagegen, es schüttete. Nachdem sich der Verkehr auf der Orchard irgendwie chaotisch zeigte, kam mir mal wieder in den Sinn, ganz große Besonderheit, in Singapur fahren keinerlei fremde Autos, weder aus Malaysia, wäre über zwei Brücken durchaus machbar, auch nicht aus Indonesien, Autofähren existieren nicht! Dicke "Schlitten" werden stets rücksichtsloser...
 
Zum Allerfeinsten gehören sie, gleich Diamanten gehandelt, nur noch seltener anzutreffen, die Black and White Villen aus kolonialer Zeit, wunderschön anzusehen u. eigentlich immer versteckt, inmitten riesenhafter Grundstücke gelegen, umgeben von dschungelartiger, wuchernder Natur. Diese hier, in Orchard Nähe waren mir bislang unbekannt, man freut sich diebisch über derlei zufällige Entdeckungen.

Eben abgebrannt Millionenobjekt

Den Spaß “Lucky Plaza” wollte ich mir nicht entgehen lassen. Diese Mall ist fest in der Hand der Maids von den Phillipinen u. anderswoher. Nicht nur preiswert einkaufen läßt sich dort, sondern auch viele Bankschalter bieten ihre Dienste an, schließlich tragen die Mädchen nicht unerheblich zum Lebensunterhalt ihrer daheim gebliebenen Familien bei. Das Geschnatter u. Gelächter der vielen tausend, sehr klein gewachsenen Mädchen erreicht erstaunliche Lautstärke, hier tut eine Videokamera gute Dienste. Welcher Zufall, ausgerechnet auf der Orchard hatten sich besonders dicke Moskito Dengue Cluster angesiedelt, monatelang nicht ausrottbar. Wie praktisch, eigentlich märchenhaft, akkurat jetzt, der Hochzeit aller Kaufsüchtigen, sind sie urplötzlich eleminiert, erschossen, erdrosselt. Wer an Märchen glaubt...

Zum Abschluß des Tages noch mal meine “Lieblingshütte” Esplanade aufgesucht. Diesmal stand “The Nutcracker” auf dem Programm. Von Haus aus kein Ballettomane, ist mir der Nußknacker noch nie auf der Bühne begegnet. Gemessen an der kurzen Zeitspanne, in der westliche Kultur auf der Insel einem breiten Publikum nahegebracht wird, sicher eine hoch anzuerkennende Leistung. Reizend, märchenhaft in Szene gesetzt, viele angehende Ballerinas im Publikum...

Esplanade Man darf nicht knipsen Die Schwäne

Erstaunlicherweise gar nicht so einfach, in Esplanadenaehe noch eine "operierende" Futterkrippe zu finden. 22h ist Feierabend, die nahe Mall hinsichtlich Verschönerung dreiviertel geschlossen, Umwege. Na bitte, haben sie doch still u heimlich einen neuen Link (underpass) gebastelt, mit tollen, brandneuen Lokalen reichlich bestückt,  zu spät... Man kann nun auch hier kilometerlang unterirdisch entlangwandeln, div. Bahnstationen ansteuern, wird nicht nass, gut temperiert. Angebote für alles Denkbare daneben. Wer umsteigen muss, den erwarten oft weitere lange Wege im Untergrund, nichts für Gebrechliche, Orientierungslose, obwohl fein ausgeschildert

Metro Bahnsteig wirkt wie der Zoo selbst  Alles echt Original Britisch Es schneit am WochenendeEs schneit Tanglin, die Mall der Westler   



Nichts Aufregendes zu vermelden...

Montag, 09.12.2013

Der richtige Bus oder das falsche Wetter bestimmen oft den Plan, heute wohl der einzige regenfreie Tag, dann kommt gleich der Zoo an die Reihe. Ob mir nichts Besseres einfällt? Dieser Zoo ist der beste überhaupt! Leider ganz schön abgelegen, im oberen Inseldrittel, ewige Fahrerei, so wird mal wieder vor Augen geführt, welcher wuchernde Dschungel vor 50 Jahren die Gegend dominierte, dort oben ist noch sehr viel davon vorhanden, noch...

Das macht auch den Reiz des Zoos aus, Dschungel eben, es wuchert nach allen Regeln der Kunst, der Tierpark ist nicht aufgehübscht, führt eher langsam ein Stiefkinddasein. seine Stärke liegt im offenen Konzept, jegliche Fütterungszeiten sind gleichzeitig amüsante Lehrstunde. Als die Affen an der Reihe waren, verschiedenartige Spezies, raschelte es jeweils im dichten Blätterwald, sie hangelten sich von höchsten Höhen nach unten. Keine Ahnung, wieso sich keiner auf Nimmerwiedersehen verabschiedet. Elefanten u. Seelöwen sind in Shows eingebunden, die ihnen offensichtlich Spaß bereiten, den Leuten sowieso.

Riesenfarn Weisser Tiger Frei herumturnend Künstler Hoch droben und rundherum Sieht aus wie Plastik  Nr 2 war nicht zu sehen, der da eher traurig Dengue, Dengue...

Auf die benachbarte "River Safari", seit Jahren in Planung u. Arbeit, war ich sehr gespannt, eher enttäuschend, dafür hätten sie den Mandai Lake nicht anknabberrn müssen. Zwei Pandas sind vor einiger Zeit unter Riesengetöse aus China eingetroffen. Nur einer war zu sehen, wirkte leblos. - Noch ein bißchen in Jurong East umgesehen, MRT Station Knotenpunkt, darüber evtl. andermal mehr.Später Nachmittag, als man fix u. alle daheim anlandete. Man liebt Sonne, wenn sie hier erscheint, sollte sie unbedingt wieder das Weite suchen u. ihre unnetten Temperaturen mitnehmen. Wolken verheißen Tropengüsse, auch keine favorisierte Wetterlage...

Wenn ich schon direkt daneben wohne, muß Pinnacle@Duxton unbedingt noch einmal aufs Dach gestiegen werden. Dieser gewaltige Bau, über den viel zu sagen wäre, weist im 50. Stockwerk eine Skybridge von sagenhaften 800 m, über alle 7 Bauteile hinweg, auf, gigantische Aussicht nach allen Himmelsrichtungen, bis hin zu indonesischen Inseln. Zu Zeiten des Sonnenuntergangs erst recht empfehlenswert, man kann sich nicht sattsehen. Gähnende Leere dort oben, kaum einer weiß darüber Bescheid u. der Rest findet den arg versteckten Zugang nicht. 5 S$ ist der Spaß allemal wert. Man könnte dort oben unter Bäumen relaxen, könnte.

Pinnacle 50. Stockwerk Noch ein Walkway weiter unten für die Bewohner allein Kleiner Teil des Hafens u Insel Sentosa Bankenviertel im Hintergrund, Tanjong Pagar davor links kommt Chinatown Allee auf der 50. Etage Relaxing hoch oben Schiffe auf Reede im Südchinesischen Meer Das neue, windschiefe Kreuzfahrt Terminal Chinatown  Pearls Hill - links Zahntempel im Vordergrund

Auch nach dem 100 Aufenthalt entdecke ich sicherlich noch immer wichtige Busverbindungen, belasse es beim Zufallsprinzip. Timetable gibt´s im Buchladen, nur wo wäre der?

Der Tag rennt einem davon, abends kam nun endlich der ultimative Weihnachtsboulevard an die Reihe, Orchard Road, tagsüber hielt sich meine Begeisterung, der im Moment unattraktiven Farbgestaltung wegen, in Grenzen. Na bitte, sie wissen schon, was sie tun, nachts kann sich bestimmt keiner dieser unglaublichen Wirkung entziehen: königsblau u. silbern glitzert es kilometerlang, die Malls beidseits sind nicht faul u. funkeln ebenfalls um die Wette. Dabei ist die Endstufe aller Herrlichkeit noch gar nicht erreicht, für nächste Woche wird Weiteres avisiert.

Morgen "großer Umzug" in ein völlig andersgeartetes Viertel. Schade um die so perfekte Gegend hier, der Behausung weine ich nicht eine halbe Träne nach!

Neue Wohnung - besonderes Glück - In einer anderen Welt

Dienstag, 10.12.2013

Bin nochmal in Tanjong Pagar herumgestreift. Diese Mischung aus Bankenviertel, Sozialwohnungen  u Traditionellem ist einfach fabelhaft, etwas zu einfach dagegen die Unterkunft!

Und jetzt Geylang! Hier kommt man als Fremder eigentlich kaum vorbei, gerade das macht den Reiz des Viertels aus. Shophouses sind tatsächlich noch als solche in Gebrauch, kleine Läden,  wie sie auch bei uns fast ausgestorben sind, jede Schraube wäre eineln zu haben u viele Mini Handwerksbetriebe. Man kommt aus dem Schauen nicht heraus.Vorbei, in der Ferne, am Superstadion mit "Klappdach", sie werden früher fertig als geplant!!

Die Wohnung vom französischem Ludovic koennte einem Journal entsprungen sein, wunderschön, viel Asiatica. Concierge sowie phillipinische Maid gehören wieder zum Standart, auch der obligatorische Pool, selten frequentiert. Und, geht wohl nicht anders, auch hier wieder Baulaerm. In TP wars die Sanierung der Plaza, gegenueber wird gar ein Tempel eliminiert. Bestimmt für einen Nachfolger. Erstaunlicherweise stehen hier nicht wenige von ihnen beinahe nebeneinander, Clan Houses, die auch soziale Bedeutung beinhalten. Schon spannend, immer wieder auf Ältere zu treffen, die sich mal mit Deutsch beschäftigt hatten, ganz gut über old Germany Bescheid wissen.

  Geylang    

Aber jetzt ab nach Little India, da muessen gestern schlimme Dinge passiert sein, die man hierzulande nie vermutet hätte. Der "sichere Hafen" wird lernen muessen, mit neuzeitlichen Ungemuetlichkeiten zu leben... - Na bravo, so ist's, wenn man fernsehlos unterwegs ist u die Montagszeitung raetselhafterweise vergriffen war. Viel gelesen mittlerweile, youtube Videos angesehen. Irgendwie musste so etwas mal passieren, leider. Die Heros aus Indien u anderswoher arbeiten seit Jahrzehnten quasi rund um die Uhr, haben das heutige Singapur aufgebaut. Bestimmt viele Zehntausende, wenn nicht mehr, leben hier allein, von Familie, Frau, Freundin getrennt, da sind Agressionen vorprogrammiert. Ich bin immer noch ueberzeugt, es geht ihnen finanziell weitaus besser als in allen anderen Ländern, besser als in der Heimat ohnehin. Waere ein weites Themenfeld, der riesige Presserummel momentan wird sich wenig mit den vielschichtigen Hintergruenden befassen.

Ich bin oft, gerade am Sonntag, in Litte India gewesen, Regen hatte das diesmal verhindert, zum Glück. 

Bin in Wirklichkeit in Kampong Glam gelandet, dem ursprünglich arabischen Viertel, rund um die Sultan Mosque mit ihren goldenen Kuppeln, der reizenden Fußgängerzone davor, wo man sich zu allerlei Ess- u. Trinkbarem gemütlich niederlassen kann, freitags wäre es hier natürlich noch interessanter, hab´ diesmal leider nicht geschafft, noch einmal in diese Ecke zu gelangen.  Dafür auf dem Weg dorthin das relativ geheimnisvolle Gebäude "Golden Mile" ein bißchen unter die Lupe genommen. Der eigenartige Bau, schon in die Jahre gekommen, scheint fest in thailändischer Hand zu sein, wohl auch über mehrere Stockwerke, mit Läden, Handel u. Wandel, Rotlicht mit Sicherheit nicht ausgenommen. Eine Welt für sich, man fühlt sich nicht sonderlich wohl dort. Ungewöhnlich große Dichte von Reisebüros, die ansonsten im Stadtbild nie auftauchen. Bustickets zu allen Ecken Malaysias, wer möchte kann auf vier Rädern auch gleich bis Thailand durchfahren. Viel Vergnügen!

Thai-GeisterhausNeues Hotel im alten GemäuerStrassen-Coiffeur im HinterhofSultan MosqueFröhlich sieht anders ausMalay Tücher sind wenigstens bunt

Wieder in der Innenstadt, kann man kaum begreifen, daß sich vor den meisten Lokalen am Abend lange Warteschlangen gebildet hatten, wochentags (!), mir ist entfallen, wo ich letztendlich einen Platz fand..

Ehemaliges Kloster - heute Museum

 

Zum 11. Mal auf meiner Lieblinsinsel

 

 

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